Segelbundesliga – 2.Event

Am vergangenen Wochenende (24.-26.Juni) fand das 2. Event der österreichischen Segelbundesliga in Velden am Wörthersee statt.

Die Mannschaft des YCH hat sich von seiner besten Seite gezeigt und tolle Ergebnisse – auch Siege – eingefahren! Nach dem 15. Platz im ersten Event und dem 4. Platz im zweiten Event, sind wir nun auf Platz 9 in der Gesamtwertung vorgerückt. Eine tolle Leistung!!!

Diesmal am Start waren: Michael u. Manuel Quendler, sowie Mathias Ober und Thomas Peter.

Hier ein detaillierter Bericht aus erster Hand:

Freitagmorgen um 05:00 Uhr hieß es für uns, die Segelbundsliga-Crew für den Wörthersee, (bestehend aus Michi Quendler am Steuer, Thomas Peter am Großsegel, Manu Quendler an den Vorsegeln und Matze Ober am Vorschiff) „Abmarsch“ nach Velden an den Wörthersee. Um 11:45 Uhr ging es für uns zum ersten Mal auf den neuen Sunbeam 22.1 Booten aufs Wasser. Voll motiviert nutzten wir jede Sekunde aus, um uns als Team einzuspielen und das Boot kennenzulernen. Es ging echt überraschend schnell, wie wir mit dem Boot und untereinander zurecht kamen! Zumal wir erst am Montag in derselben Woche das erste Mal in der Regattateam-konstellation am Bodensee trainierten (was sich übrigens fast schon etwas unglaubwürdig beim Interview mit der IBN anhörte – in Verbindung mit unserer Ergebnisse nach dem ersten Tag). Pünktlich ging es dann um 14:00 Uhr mit dem ersten Race los – wir waren erst im zweiten Race des Tages dran und konnten somit noch die vorhergehende Wetffahrt genauestens beobachten. Als wir dann an der Reihe waren, stieg dann langsam schon die Spannung, wir kamen aber sofort ins Fahren, hatten eine super Nachstartphase und konnten uns gleich in Führung setzen. Wir haben uns einfach auf uns selbst konzentriert und den Fokus auf einen schnellen Bootsspeed und schöne Manöver gelegt. Es hat sich ausgezahlt, im Ziel waren wir dann mit fast 100m Vorsprung auf den Zweiten – das gab Selbstbewusstein und Motiviation für die anstehenden Races, ein gelungener Start könnte man sagen!
Weiter ging es für uns am Freitag mit den Plätzen 3 (trotz Penalty in der Nachstartphase), 1 und 2. Wir waren echt begeistert mit welch einer Serie wir in dieses Event starten konnten und wie gut wir am Boot zusammenarbeiteten – So kanns weiter gehen bei diesem karibischen Flair (35°C und türkisblaues Wasser-siehe übrigens auch auf den tollen Fotos im Netz!) am Wörthersee, war unser Tagesresümee. Gemütlich konnten wir dann den Freitag Abend bei kühlem Bier und einer „Bretteljause“ abklingen lassen.
Selbe Windverhältnisse und gleiches Wetter fanden wir dann am Samstag vor – Super! Wir konnten unsere Serie dann weiterfortsetzen, bis es dann zum letzten Rennen des Tages kam. Wir wussten es ging um viel in diesem Rennen, die direkten Konkurrenten waren im selben Race und es fehlte nur ein Punkt zum aktuellen Leader des Events – Wir könnten somit sogar mit einer Zwischenführung den Tag abschließen. Vor dem Start kam es dann aber zu Verzögerungen, da Gewitterwolken aufzogen und der Wind bis zu 25 Knoten auffrischte. Wir versuchten das Rennen genau so wie alle anderen anzugehen und auf unsere seglerische Leistung zu setzen. Leider kam es dann beim Start zu einer brenzligen Situation für uns. Wir wurden praktisch als „Sandwich“ zwischen 2 Booten ausgeliefert. Dem Leebot gaben wir Wegerecht und wir wollten natürlich das Luvboot ober uns „wegraumen“. Schlussendlich reagierte das Boot im Luv von uns zu langsam und wir waren in der Mitte eingesperrt. Wir berührten schon das Boot im Luv, sowie das Leebot uns auf der anderen Seite. Hier gab es dann für uns die erste Strafdrehung, gleich danach drückte es uns auf die Startboje – 2. Strafdrehung. Mit dieser Juryentscheidung waren wir nicht zufrieden, in Luft auflösen können wir uns leider auch nicht und reagiert haben wir richtig! Jetzt hieß es nochmals voll auf uns selbst konzentrieren und Schadensbegrenzung zu betreiben. Ein Boot konnten wir noch einholen und wir gingen als 5. durchs Ziel. In der Nachbesprechung  mit der Jury wurden wir auch nicht viel schlauer, außer dass die Jury sagte, dass evtl. eine „Exoneration“, d.h. Entlastung eine Möglichkeit gewesen wäre (brachte uns dann auch nicht mehr viel, da Wiedergutmachungen bei der Bundesliga ausgeschlossen sind), da wir im Nachinein betrachtet doch wenig (gar keine!) Möglichkeit hatten aus diesem Schlamassel zu kommen. 
Somit waren wir am Tagesende auf dem 4. Zwischenrang und genossen noch einen schönen Abend bei einem Barbecue-Buffet mit unseren BSC-Kollegen und den anderen Seglern im Yachtclub. Wir waren zwar etwas niedergeschlagen vom letzten Rennen, weil wir wussten, dass mehr möglich gewesen wäre, aber wenn wir Mal ehrlich sind – Wir haben unser Ziel schon längst übetroffen und konnten echt stolz auf unsere seglerische Leistung sein.
Am Sonntag, dem letzten Tag der Regatta, war außer Abwarten, einem Mittagessen und einem Badegang nicht mehr viel drin. Der Wind ließ uns sozusagen für einen erneuten Angriff im Stich.
Nach der abschließenden Siegerehrung konnten wir äußerst zufrieden die Heimreise antreten und können wahrscheinlich noch lange auf ein super Event zurückblicken, wo wir natürlich auch einiges dazulernen konnten und tolle Races ablieferten.
Wir sind nun im Zwischenklassement auf dem 9. Zwischenrang und geben wie gewohnt „Vollgas!“ um noch weiter nach vorne zu kommen!

Und übrigens am Montag zuvor kannten wir vier uns gegenseitig noch fast garnicht, wir wurden dann schnell zu einem super Segelteam und Freunden an Wasser, sowie auch an Land.

Bildschirmfoto 2016-06-27 um 12.25.17

SBL-Video von Helden auf YouTube

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