“The Race 2017″ – erfolgreiche Regatta für den YCH

Am Wochenende vom 9. – 10. September veranstaltete der Yacht Club Langenargen die sechste Durchführung der Langstreckenregatta „The Race“. Diese führt von Langenargen nach Bodman, dann nach Lochau und wieder zurück nach Langenargen – eine Strecke von ca. 70 Meilen. Der Yacht Club Hard war mit drei Booten vertreten; alle drei konnten in die Ränge segeln:

  • ORC Sportboote: 2. Rang La Wally – Horst Zimmermann
  • YST 2: 1. Rang Slow Down – Thomas Thaler
  • YST 3: 2. Rang Sydia – Christof Grabher

Anders als die Rundum erfolgt der Start am Morgen um 08.00 Uhr; damit kann bei günstigen Windbedingungen der grösste Teil der Regatta am Tag gesegelt werden. Zudem erhält jedes Schiff einen Tracker, mit dem die Regatta live verfolgt werden kann. In diesem Jahr gingen 41 Boote an den Start, darunter Racer wie Skinfit und Wild Lady. Zu Beginn herrschte leichter Südost mit trockenem Wetter. Am frühen Nachmittag setzte dann der angekündigte Regen ein und der Wind legte zu, je weiter man sich der Bodman Tonne näherte. Auch im Überlinger See war diesmal genügend Wind, sodass das Regattafeld gut vorankam. Die Sydia rundete um ca. 16.00 Uhr die Tonne in Bodman – fast zeitgleich ging die Skinfit als schnellstes Schiff ins Ziel.

Im Anschluss folgte der lange Schenkel nach Lochau mit einem Gate in Langenargen. Nachdem der Wind konstant aus Südost wehte waren ausser Holeschlägen kurz vor dem Gate keine Manöver erforderlich. Den grössten Kampf führte die Crew gegen die Kälte und Nässe – die Temperatur bewegte sich in der Nacht zwischen 8 und 10 Grad. Um 22.45 erreichten wir das Gate in Langenargen – dort herrschte einiger Verkehr, da das Gate gleichzeitig als Ziellinie diente. Um möglichst sicher zu sein, passierten wir die Tonne mit wenig cm Abstand und wendeten gleich weg. An dieser Stelle ist dem YCLA ein grosses Lob auszusprechen: Die Blinklichter an den Tonnen sind über mehrere Meilen klar erkennbar. Wenn man an die oft mühsame Suche nach den Wendetonnen bei der RundUm denkt, wünscht man sich, dass sich der LSC nächstes Jahr ein Beispiel nimmt und auch solche Blinklichter verwendet.

Während wir uns auf den Weg nach Lochau machten ging kurz hinter uns die La Wally ins Ziel (Zieldurchgang um ca. 22.50) etwas davor die Slow Down (Zieldurchgang um ca. 22.25). In der Zwischenzeit hat der Wind aufgefrischt und erreichte nun ca. 15 – 18 kn – immer noch aus Südost – verbunden mit einem nun doch erheblichen Wellengang. Damit herrschten für die Sydia nun optimale Bedingungen und wir bewegten uns mit ca. 6 – 7 kn auf die Tonne zu. Kurz davor konnten wir noch die Mi Piace (Jeanneau 24 One Design) überholen; bei der Tonne in Bodman lag diese noch mehr als 2 Meilen vor uns. Nachdem diese ein komplett anderes Schiff aber mit nahezu gleichem YST (99, die Sydia hat 101) darstellt, sieht man hier die typische Problematik des Bodensee Yardstick: Bei leichterem Wind und wenig Wellengang ziehen uns die modernen Schiffe davon, bei mehr Wind und Wellengang ist es umgekehrt. Um ca. 02.00 Uhr erreichten wir endlich das Ziel und liefen sofort in Langenargen ein. Im warm geheizten Zelt trafen wir noch auf die Kollegen von der Slow Down und konnten neben der Wetterfestigkeit auch die Sitzfestigkeit des YCH unter Beweis stellen. Trotz des widrigen Wetters war es ein tolles Erlebnis und die Segler des YCH hoffen, dass das Race auch nächstes Jahr wieder stattfindet.

Christof Grabher / SY Sydia

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