Sydia Baltic Tour 2019 / Teil 7

Fortsetzung Mittwoch, 10. Juli

In Kopenhagen zum Essen zu gehen bereitet angesichts der immensen Auswahl einiges Kopfzerbrechen. Während die Küche auf den Inseln sehr einfach ist, und teilweise eher Hilfsköche am Werk sind, haben wir uns dort selbst verpflegt. Ganz anders hier in Kopenhagen; mit dem Starkoch Rene Redzepi und seinem Restaurant Noma ist in Skandinavien eine neue Küche entstanden, die auf regionalen Produkten aufbaut. Daneben ist Kopenhagen ein „Melting Pot“ von Migranten aus unterschiedlichsten Kulturen und damit auch kulinarisch sehr vielseitig. Zum Abendessen haben wir uns für den angesagte Foodcourt „Reffen“ entschieden. Dort gab es direkt am Meer ca. 40 Food-Stalls mit den unterschiedlichsten Angeboten – dazu spielte eine Jazz-Funk Band heisse Töne. Sehr interessant war das philippinische Essen – scharf aber trotzdem aromatisch. Beim Abendessen haben wir uns auch den weiteren Plan zurecht gelegt: Am Donnerstag bis Hundested und am Freitag bis Aarhus. Nach den üblichen Absackern war dann um 23.00 Uhr Nachtruhe – zumindest für die meisten; Laurenz machte mit seinem Kollegen noch einen Abstecher zum Jazz Festival…

Donnerstag, 11. Juli

Früh am Morgen war Tagwache und um 07.30 hiess es Leinen los in Kopenhagen. Leider war der Wind sehr schwach, sodass motoren angesagt war. So durchliefen wir den Öresund bis Helsingör mit seinem beeindruckenden Schloss und nahmen Kurs entlang der Nordküste von Sjelland bis Hundested. Der Wind war sehr schwach und kam genau gegenan – keine Chance zum Segeln. Um 16.30 erreichten wir dann Hundested und machten in einer Box im hinteren Teil des Hafens fest. Hundested besteht hauptsächlich aus dem grossen Hafen und hat in den letzten Jahren touristisch sehr aufgerüstet. Eine Vielzahl von Restaurants, Kunsthandwerker und Maler befinden sich direkt am Hafengelände, auch ein Aldi liegt gleich nebenan. Nachdem wir noch über zu verbrauchende Lebensmittel verfügten, wurde gegrillt. Dazu wurden in der Abendsonne etliche Biere, Weine und auch weitere Drinks genossen – es ist spät geworden.

Freitag, 12. Juli

Die Nachwirkungen des Abends waren am Morgen noch vorhanden, sodass Tagwache erst um 08.00 war. Aufgrund des Bunkerns von Diesel liefen wir dann erst um 09.00 Uhr bei Sonnenschein aus – leider fehlte der Wind wieder komplett und es war wie am Bodensee. Mit Motor nahmen wir Kurs auf das „Snekke Loeb“ – eine Passage durch die Sandbänke am Nordwestzipfel von Sjelland. Leider waren die Probleme mit der Navigation wieder hier: Unter Motor fallen die Instrumente immer wieder aus, der Plotter lief nur noch eine halbe Minute. Gottseidank haben wir auch Papierkarten mit, sodass die Navigation mit Kompasskurs, Peilungen und Tonnen trotzdem gut möglich war – eine gute Übung, trotzdem sehr ärgerlich. Wenn jemand einen echten Experten zum Thema Elektrik kennt – bitte bei mir melden. In Aarhus werden wir das Tablet zu einem Plotter machen und entsprechende Karten kaufen. Damit wird dann die Navigation wieder etwas einfacher – wobei wir hoffen, dass in den nächsten Tagen der Wind zurück kommt. Sonst gab es noch zu berichten, dass wir mehrere Sichtungen von Schweinswalen hatten – meistens mehrere Tiere gleichzeitig.

Um 18.45 waren wir dann in Aarhus und machten beim Segelklub fest. Nach einer raschen Dusche gingen wir ins „Hantwerk“ zum Essen. Das ist eine Mikro-Brauerei direkt am Hafen mit 30 Bieren vom Fass. Dazu bestellten wir ein 5-Gang Menü, dass sehr preiswert aber noch viel mehr ausgezeichnet war – echte neue skandinavische Küche. Im Anschluss spielte noch eine Jazz Band und machte recht Stimmung. Um 23.00 Uhr waren zumindest die „Alten“ am Schiff – die Jungen machten noch einen Ausflug in die Stadt.

Samstag, 13. Juli

Heute war Ausschlafen angesagt und um 08.00 Uhr Tagwache. In der früh war noch diesiges Wetter, nun scheint die Sonne und es soll ein toller Sonnentag werden. Im Mail von Siggi haben wir gelesen, dass heute die Clubregatta und das Sommerfest stattfindet – wir wünschen Euch allen Mast und Schotbruch und ein schönes Fest; bei den Dänen haben wir gelernt, dass das Wetter für ein gelungenes Fest völlig irrelevant ist – was zählt ist nur die Gute Laune. Also liebe Yacht Clübler, auf zum Sommerfest! Wir werden an Euch denken und einige Drinks zum Anlass geniessen – den Sound vom DJ haben wir auch hier.

Nun geht es in die Stadt – Aaarhus wartet darauf, von uns besichtigt zu werden. Der Bericht folgt dann in den nächsten Tagen.

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